Japan-Rundreise: 2 Wochen mit Route, Kosten und Tipps für Erstbesucher
Für die erste Japanreise sind zwei Wochen fast ideal. Die Zeit reicht für Tokio, den Mount Fuji, Kyoto, Nara, Hiroshima, die Insel Miyajima und Osaka, und zwar ohne Hetze. Es bleibt Puffer für den…
Für die erste Japanreise sind zwei Wochen fast ideal. Die Zeit reicht für Tokio, den Mount Fuji, Kyoto, Nara, Hiroshima, die Insel Miyajima und Osaka, und zwar ohne Hetze. Es bleibt Puffer für den Jetlag, für einen gemütlichen Morgen und für die eine Seitengasse, in die man unbedingt abbiegen will.
Die folgende Route würden wir auch Freunden für ihre erste Japan-Rundreise in 2 Wochen zusammenstellen. Sie ist Tag für Tag geplant. Zu jeder Etappe gibt es den Shinkansen-Preis, dazu eine nüchterne Rechnung zum Japan Rail Pass nach der Preiserhöhung im Oktober 2026, die passende Reisezeit und die kleinen Kosten, die bei der Planung gern untergehen. Nehmen Sie das Ganze als Gerüst und nicht als Pflichtprogramm.
Alle Fahrpreise, Eintritte und Termine haben den Stand vom 9. Oktober 2026.
Wenn Sie Hotels und Züge organisiert haben möchten, bietet die individuelle Reise GR009 14 Tage für 4.100–5.900 USD pro Person, je nach Abreise und Zimmer. Sie führt auch über Hakone und Takayama und ist eine Alternative zum Tagesplan in diesem Artikel.
Die Highlights Ihrer Japan-Rundreise in 2 Wochen
- Tokio, vier Nächte, mit einem Tagesausflug zum Mt Fuji und an die Fuji-Seen.
- Kyoto, vier Nächte, mit einem Tagesausflug nach Nara.
- Hiroshima, zwei Nächte für den Friedenspark und Miyajima.
- Osaka, zwei Nächte, danach eine letzte Nacht in Tokio.
- Bahn: Mit regulären Tickets kosten die vier langen Shinkansen-Strecken etwas über 50.000 ¥ pro Person (Erwachsene). Das ist weniger als die 80.000 ¥ für den 14-Tage-Japan-Rail-Pass.
Die Eckdaten im Überblick: 13 Nächte mit vier Hotelwechseln. Die Fahrt von Tokio nach Kyoto dauert etwa 2 Std. 15 Min. und kostet 14.170 ¥. Der 14-Tage-Pass kostet je nach Verkaufsstelle 80.000–84.000 ¥. Am schönsten ist die Reise im April, Mai, Oktober und November.
Reichen zwei Wochen für Japan?
Für einen ersten Besuch reichen sie. In vierzehn Tagen schaffen Sie die klassische „Goldene Route“ von Tokio über Kyoto nach Osaka und haben trotzdem Zeit für Hiroshima und Miyajima. Diese beiden fallen in den meisten Ein-Wochen-Plänen weg. Jede Stadt bekommt ein paar echte Tage statt eines gehetzten Nachmittags. Für Reisende ist diese Reiseroute ein guter Einstieg in Japan. Gerade wer zum ersten Mal in Asien unterwegs ist, wird dieses Tempo zu schätzen wissen.
Was in zwei Wochen keinen Platz hat
Das ganze Land sehen Sie in zwei Wochen nicht. Die Reise wird entspannter, wenn Sie das von Anfang an akzeptieren. Hokkaido, Okinawa ganz im Süden, die Japanischen Alpen und Kyushu verdienen jeweils eine eigene Reise. Wer trotzdem eines dieser Ziele anhängt, verliert meist zwei Tage allein mit An- und Abfahrt. Okinawa heben Sie sich also besser für die nächste Japanreise auf.
Die wichtigste Faustregel fürs Tempo
Bleiben Sie mehrere Nächte an jedem Standort und vermeiden Sie zwei große Reisetage direkt hintereinander.
Braucht man einen Mietwagen?
Nein. Die gesamte Strecke lässt sich mit dem Shinkansen (Japans Hochgeschwindigkeitszug) und Nahverkehrszügen fahren. Ein Auto lohnt sich nur auf dem Land, etwa rund um die Seen am Mt Fuji oder im ländlichen Hokkaido und Kyushu. Die erforderlichen Führerscheindokumente hängen vom Ausstellungsland ab. Prüfen Sie vor einer Mietwagenbuchung die Hinweise des japanischen Automobilclubs JAF.
Die Reiseroute für 2 Wochen Japan in der Übersicht
| Tage | Standort | Nächte | Highlights |
|---|---|---|---|
| 1–4 | Tokio | 4 | Asakusa, Ueno, Shibuya, Shinjuku, Tagesausflug zum Mt Fuji |
| 5–8 | Kyoto | 4 | Gion, Fushimi Inari, Kinkaku-ji, Arashiyama, Tagesausflug nach Nara |
| 9–10 | Hiroshima | 2 | Friedenspark und Friedensmuseum, Miyajima |
| 11–12 | Osaka | 2 | Burg Osaka, Dotonbori, freier Tag (Himeji oder Universal Studios) |
| 13–14 | Tokio | 1 | Letzter Abend, danach der Rückflug |
Wie viele Nächte an welchem Ort?
Tokio bekommt vier Nächte. Die Stadt ist riesig, und der Flug kostet Sie meist den ganzen ersten Tag. Auch Kyoto bekommt vier Nächte, denn die Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander, und nirgends lohnt sich frühes Aufstehen so sehr wie hier.
In Hiroshima genügen zwei Nächte: ein Nachmittag im Friedensmuseum und ein voller Tag auf Miyajima. Osaka bekommt ebenfalls zwei.
Sie möchten seltener packen? Dann bleiben Sie in Kyoto wohnen und besuchen Osaka als Tagesausflug. Der JR Special Rapid braucht ungefähr eine halbe Stunde.
Gabelflug: In Tokio landen, ab Osaka zurück?
Bietet Ihre Airline einen Gabelflug an, landen Sie in Tokio und fliegen vom Flughafen Kansai bei Osaka nach Hause. So sparen Sie sich die zweieinhalb Stunden Rückfahrt nach Tokio und gewinnen einen Tag. Der Haken: Ein Flug ab Kansai ist manchmal teurer. Vergleichen Sie deshalb beide Varianten, bevor Sie buchen.
Ihre Reise nach Japan: Ankunft und Abflug planen
Legen Sie vor der Hotelbuchung fest, ob Ihre Flüge über Haneda, Narita oder Kansai führen. Ein Gabelflug mit Ankunft in Tokio und Abreise ab Osaka spart die Rückfahrt nach Tokio. Vergleichen Sie den Flugpreis mit den eingesparten Bahnkosten, bevor Sie sich entscheiden.
Alle Preise in diesem Ratgeber stehen in der Währung der jeweiligen Quelle: Fahrpreise und Eintritte in Yen, die Reisepakete in US-Dollar. Den aktuellen Preis für Ihren Termin finden Sie auf der jeweiligen Tour-Seite.
Tag 1–4: Tokio und ein Tagesausflug zum Mount Fuji
Tag 1: In Tokio ankommen und es ruhig angehen
Ab Narita fährt der Narita Express zum Bahnhof Tokio und weiter nach Shinjuku und Shibuya. JR East verkauft ausländischen Besuchern seit Langem ein ermäßigtes N'EX-Ticket für Hin- und Rückfahrt. Es passt gut zu einer Reise, die in Tokio beginnt und endet. Prüfen Sie aber vor dem Kauf den aktuellen Preis und die Bedingungen.
Ab Haneda sind Sie mit der Keikyu-Linie oder der Tokyo Monorail in deutlich weniger als einer Stunde in der Stadt. Auf beiden Strecken zahlen Sie mit einer IC-Karte (aufladbare Chipkarte für Bahn und Bus). Danach heißt es einchecken, ein paar Straßen im Viertel erkunden, eine Schale Ramen am Tresen essen und früh schlafen gehen. Unser Ratgeber zu Narita und Haneda vergleicht die beiden Flughäfen.
Tag 2: Asakusa, Ueno und der Tokyo Tower bei Nacht
Heute hilft Ihnen der Jetlag sogar. Gehen Sie frühmorgens zum Senso-ji in Asakusa, bevor die Ladenstraße öffnet und die ersten Reisegruppen kommen. Er ist der älteste Tempel Tokios, und der Eintritt ist frei.
Ueno liegt drei Stationen entfernt an der Ginza-Linie der U-Bahn. Das Tokyo National Museum im Ueno-Park ist der beste Ort der Stadt, um vor Kyoto ein Gefühl für japanische Kunst und Kultur zu bekommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit fahren Sie auf den Tokyo Tower. Das Main Deck auf 150 Metern kostet 1.500 ¥ und ist bis 23:00 Uhr geöffnet. Die Top Deck Tour auf 250 Metern kostet online 3.300 ¥. Buchen Sie sie im Voraus, damit Sie nicht leer ausgehen.
Tag 3: Harajuku, Shibuya und Shinjuku nach Einbruch der Dunkelheit
Der Tag beginnt am Meiji Jingu. Der Shinto-Schrein liegt in einem überraschend großen Wald gleich neben dem Bahnhof Harajuku. Von dort schlendern Sie über die Takeshita Street und die Omotesando hinunter nach Shibuya zur berühmten Kreuzung, an der bei Grün Menschen aus allen Richtungen gleichzeitig losgehen. Zwischen den Schreinen am Morgen und der Moderne am Nachmittag liegen nur ein paar Gehminuten.
Der Abend gehört Shinjuku. Essen Sie Yakitori (gegrillte Hähnchenspieße) in der Omoide Yokocho und trinken Sie danach etwas im Golden Gai, wo sich rund 290 winzige Bars in wenigen Gassen drängen. Diese Atmosphäre vergisst man nicht so schnell. Weitere Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Restaurants finden Sie in unseren Ratgebern zu Shibuya und Shinjuku.

Tag 4: Tagesausflug zum Mount Fuji
Stellen Sie sich einen Wecker und nehmen Sie einen frühen Zug. Die besten Chancen auf freie Sicht haben Sie morgens, bevor sich die Wolken um den Gipfel sammeln. Kündigt die Vorhersage dichte Bewölkung an, tauschen Sie diesen Tag einfach mit Tag 3.

Mit Zug oder Bus an den Kawaguchiko
- Fuji Excursion: Der Limited Express (zuschlagpflichtiger Schnellzug) fährt von Shinjuku in knapp zwei Stunden nach Kawaguchiko und kostet 4.200 ¥. Es gibt vier Hin- und Rückfahrten pro Tag. Alle Plätze sind reserviert, und der Verkauf beginnt einen Monat vorher.
- Highway-Bus: Ab dem Busbahnhof Busta Shinjuku dauert die Fahrt etwa 1 Std. 45 Min., Tickets gibt es ab 2.000 ¥.
- Japan Rail Pass: Der Pass gilt im Zug nur bis Otsuki.
Chureito-Pagode und das Nordufer des Sees
Vom Bahnhof Shimoyoshida brauchen Sie etwa 25 Minuten zu Fuß bis zum Aussichtspunkt an der Chureito-Pagode, 398 Stufen inklusive. Hier entsteht das Foto, auf das Sie den ganzen Morgen gewartet haben. Danach geht es zurück ans Nordufer des Kawaguchiko. Von dort sehen Sie über das Wasser auf den Berg.
Von allen Seen rund um den Fuji erreichen Sie den Kawaguchi-See von Tokio aus am leichtesten, dank direkter Züge und Busse ab Shinjuku. Mehrere unserer Self-Guided-Routen lassen in Tokio einen Tag frei, darunter die 14-tägige Route GR009. Passen Ihre Daten, bauen Sie den Ausflug dort einfach ein. Weitere Ideen finden Sie in unserem Ratgeber zu Tagesausflügen ab Tokio.
Tag 5–8: Kyoto mit Tempeln, Schreinen und einem Abstecher nach Nara
Tag 5: Mit dem Shinkansen nach Kyoto, abends durch Gion
Der Nozomi braucht von Tokio nach Kyoto 2 Stunden und 9 bis 15 Minuten. Reservieren Sie einen E-Platz auf der Zweierseite. Auf der Fahrt nach Westen taucht der Mount Fuji bei klarem Wetter rund um Shin-Fuji auf der rechten Seite auf.
Bringen Sie Ihr Gepäck ins Hotel in der Innenstadt von Kyoto. Am frühen Nachmittag besuchen Sie den Kennin-ji, den ältesten Zen-Tempel Kyotos, gegründet 1202. Danach geht es durch Gion. Einige private Gassen sind für Touristen gesperrt, also achten Sie auf die Schilder. Über Ninenzaka und Sannenzaka steigen Sie zum Kiyomizu-dera hinauf und sind dort pünktlich zum Sonnenuntergang. Zu Abend essen Sie in einem der Restaurants im laternenbeleuchteten Pontocho. Tickets und die Wahl des Sitzplatzes erklärt unser Ratgeber zur Strecke Tokio–Kyoto.
Tempel und Schreine an Tag 6: Fushimi Inari, Nishiki-Markt und Burg Nijo
Der Schrein Fushimi Inari Taisha kostet keinen Eintritt und ist rund um die Uhr geöffnet. Gerade deshalb lohnt es sich, früh zu kommen. Mit der JR Nara Line sind Sie vom Bahnhof Kyoto in etwa fünf Minuten in Inari. Je höher Sie steigen, desto leerer wird es.
Am späten Vormittag geht es zum Nishiki-Markt. Dort gilt: Gegessen wird am Stand, nicht im Gehen.
Am Nachmittag besuchen Sie die Burg Nijo. Im Ninomaru-Palast gibt es „Nachtigallenböden“, die beim Darüberlaufen wie Vögel zwitschern. Der Eintritt mit Palast kostet 1.300 ¥. Ab dem Haushaltsjahr 2027 will die Stadt von Besuchern, die nicht in Kyoto wohnen, mehr verlangen.

Tag 7: Goldener Pavillon und Arashiyama
Der Kinkaku-ji, der Goldene Pavillon im Norden Kyotos, öffnet um 9:00 Uhr und kostet 500 ¥. Seien Sie zur Öffnung da, denn ab dem mittleren Vormittag wird der Rundweg zur Warteschlange. Der Steingarten des Ryoan-ji liegt ganz in der Nähe.
Danach fahren Sie mit der kleinen Straßenbahn Randen nach Arashiyama. Dort warten der Bambushain, der Tempel Tenryu-ji und die Togetsukyo-Brücke. Nachmittags ist der Bambushain allerdings proppenvoll. Ist er Ihnen am wichtigsten, drehen Sie den Tag einfach um. Mit der JR Sagano Line kommen Sie direkt zurück zum Bahnhof Kyoto. Weitere Ideen stehen in unserem Kyoto-Ratgeber.
Tag 8: Tagesausflug nach Nara
Für Nara genügt ein Tag. Der Miyakoji Rapid auf der JR Nara Line braucht ab Kyoto etwa 45 Minuten und ist im JR Pass enthalten. Kintetsu ist etwas schneller und hält näher am Park.
Die Hauptattraktion ist die Halle des Großen Buddha im Todai-ji. Sie galt lange als größtes Holzgebäude der Welt. Der Eintritt kostet 800 ¥. Von April bis Oktober ist sie 7:30–17:30 Uhr geöffnet, von November bis März 8:00–17:00 Uhr.
Die Hirsche im Nara-Park verbeugen sich, wenn Sie sich zuerst verbeugen. Die Laternenwege am Schrein Kasuga Taisha kosten keinen Eintritt. Mehr dazu in unserem Nara-Ratgeber.
Tag 9–10: Hiroshima und die Insel Miyajima
Tag 9: Silberner Pavillon am Morgen, Friedenspark am Nachmittag
Den Vormittag verbringen Sie noch in Kyoto, am Ginkaku-ji (Silberner Pavillon, seit April 2026 für 1.000 ¥) und auf dem Philosophenweg. Danach fahren Sie mit dem Shinkansen weiter. Der Nozomi braucht von Kyoto nach Hiroshima etwa eine Stunde und 40 Minuten.
In Hiroshima nehmen Sie die Straßenbahn (Einheitstarif 240 ¥) bis zur Haltestelle Genbaku Dome-mae. Dort liegen der Friedenspark und die Atombombenkuppel. Die Ruine einer Halle blieb nach dem Atombombenabwurf vom 6. August 1945 stehen.
Das Friedensmuseum geht unter die Haut, und Sie sollten es auf keinen Fall auslassen. Der Eintritt kostet 200 ¥. Das Museum öffnet um 7:30 Uhr und schließt von März bis Juli und von September bis November um 19:00 Uhr, im August um 20:00 Uhr und von Dezember bis Februar um 18:00 Uhr. Die frühesten und spätesten Einlasszeiten werden nur online verkauft. Buchen Sie deshalb ein Ticket mit Zeitfenster. Zum Abendessen gibt es Okonomiyaki nach Hiroshima-Art, einen herzhaften Pfannkuchen, geschichtet mit Nudeln und Kohl.
Tag 10: Ein ganzer Tag auf der Insel Miyajima
Für Miyajima sollten Sie einen vollen Tag einplanen. Meist fährt man mit der JR Sanyo Line nach Miyajimaguchi und setzt dann in zehn Minuten mit der Fähre über. Die Überfahrt kostet 200 ¥ pro Strecke, dazu kommen 100 ¥ Besuchersteuer für die Insel. Die JR-Fähre akzeptiert den JR Pass.
Der Itsukushima-Schrein (300 ¥) mit seinem großen Torii (Schreintor) im Meer gehört zum UNESCO-Welterbe. Schauen Sie in den Gezeitenkalender, denn bei Flut scheint das Tor auf dem Wasser zu schweben.
Die Miyajima Ropeway (Seilbahn, 2.000 ¥ hin und zurück) bringt Sie auf den Berg Misen. Von oben sehen Sie über die Inlandsee. Die fünfstöckige Pagode wird noch bis November 2027 restauriert. Einzelheiten finden Sie in unserem Hiroshima-Ratgeber.
Tag 11–14: Osaka, ein freier Tag und der Heimflug
Tag 11: Burg Osaka, Restaurants und Streetfood in Dotonbori
Mit dem Nozomi dauert die Fahrt von Hiroshima nach Shin-Osaka 1 Stunde 21 bis 26 Minuten. Stellen Sie das Gepäck ab und fahren Sie zur Burg Osaka. Der Hauptturm ist eine Rekonstruktion aus dem 20. Jahrhundert mit einem Museum im Inneren. Der Eintritt kostet 1.200 ¥, geöffnet ist 9:00–18:00 Uhr.
Abends geht es nach Dotonbori. Kein Viertel in Osaka ist besser für Streetfood. Unter riesigen Leuchtreklamen gibt es Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopus), Okonomiyaki, Gyoza und vieles mehr. Ehrlich gesagt bestellt man hier am besten kein festes Menü, sondern isst sich an mehreren Ständen durch.

Tag 12: Ein freier Tag mit Himeji, Universal Studios oder Shinsekai
- Burg Himeji: UNESCO-Welterbe, etwa 30 Minuten ab Shin-Osaka mit dem Shinkansen. Besucher zahlen seit März 2026 2.500 ¥.
- Universal Studios Japan: Buchen Sie lange im Voraus, vor allem für Super Nintendo World. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Freizeitparks.
- Shinsekai und Kuromon-Markt: Hier zeigt sich das alte Osaka mit Kushikatsu (frittierten Spießen) und dem Turm Tsutenkaku.
Weitere Ideen finden Sie in unseren Ratgebern zu Osaka und zu Tagesausflügen ab Osaka.
Tag 13–14: Zurück nach Tokio und nach Hause
Der Nozomi braucht von Shin-Osaka nach Tokio etwa zweieinhalb Stunden. Den letzten Abend verbringen Sie dort, wo Sie beim ersten Mal nicht waren. Das können die Lebensmittelhallen der Kaufhäuser in Ginza sein, der Tokyo Tower, falls Ihnen beim ersten Besuch Wolken die Sicht genommen haben, oder ein letztes Izakaya (japanische Kneipe). An Tag 14 fahren Sie mit dem Zug nach Narita oder Haneda. Mit einem Gabelflug ab Kansai sparen Sie sich die Fahrt zurück nach Osten.
Japan Rail Pass oder Einzeltickets?
Alle Strecken der Route mit Fahrzeit und Preis
Die Preise gelten für eine einfache Fahrt, Erwachsene:
| Strecke | Zug | Fahrzeit | Preis |
|---|---|---|---|
| Tokio → Kyoto | Nozomi | 2 Std. 9–15 Min. | 14.170 ¥ reserviert (13.970 ¥ über smartEX) |
| Kyoto ↔ Osaka | JR Special Rapid | ca. 30 Min. | 580 ¥ |
| Kyoto → Hiroshima | Nozomi (über Shin-Osaka) | ca. 1 Std. 40 Min. | Shin-Osaka–Hiroshima 10.750 ¥ über smartEX |
| Hiroshima → Miyajima | JR-Zug + JR-Fähre | ca. 25 Min. + 10 Min. | Fähre 200 ¥ + 100 ¥ Besuchersteuer |
| Hiroshima → Shin-Osaka | Nozomi | 1 Std. 21–26 Min. | 10.750 ¥ über smartEX |
| Shin-Osaka → Tokio | Nozomi | ca. 2 Std. 30 Min. | 14.720 ¥ reserviert |
Mit regulären Tickets kommen die vier langen Etappen zusammen auf etwas über 50.000 ¥ pro Person.
Was der Japan Rail Pass seit Oktober 2026 kostet
Der Pass ist teurer als die Einzeltickets. Seit dem 1. Oktober 2026 verlangen Verkaufsstellen im Ausland außerdem noch mehr. Die offizielle Website verkauft vorerst weiterhin zu den alten Preisen.
| Japan Rail Pass, normale Klasse | Offizielle Website | Verkaufsstellen im Ausland (seit 1. Oktober 2026) |
|---|---|---|
| 7 Tage | 50.000 ¥ | 53.000 ¥ |
| 14 Tage | 80.000 ¥ | 84.000 ¥ |
| 21 Tage | 100.000 ¥ | 105.000 ¥ |
Nozomi-Zuschlag: Warum sich der Pass hier selten rechnet
Der Pass gilt für die meisten JR-Züge, auch für die Shinkansen Hikari und Kodama und für die JR-Fähre nach Miyajima. Für den Nozomi brauchen Passinhaber dagegen bei jeder Fahrt ein eigenes Zusatzticket. Zwischen Tokio und Kyoto oder Shin-Osaka kostet es 4.960 ¥, zwischen Shin-Osaka und Hiroshima 4.170 ¥.
Auf dieser Route verteilen sich die langen Fahrten über neun Tage. Ein 7-Tage-Pass deckt deshalb nicht alle ab, und der 14-Tage-Pass kostet mehr als die Tickets. Lohnen kann sich der Pass, wenn Sie mehrere lange Fahrten in sieben Tage legen oder eine entfernte Region wie Kyushu oder Tohoku dazunehmen. Unser JR-Pass-Ratgeber rechnet weitere Routen durch. Tickets für den Tokaido- und den Sanyo-Shinkansen bekommen Sie in der App smartEX, die es auch auf Englisch gibt.
Gepäck: Koffer vorausschicken und Übergröße im Shinkansen
Bei mehreren Hotelwechseln ist der japanische Gepäckversand Gold wert. Fragen Sie an der Rezeption, dann ist Ihr Koffer in der Regel am nächsten Tag am Ziel. Im Tokaido-, Sanyo- und Kyushu-Shinkansen gilt eine Regel für großes Gepäck: Ergeben die drei Seiten zusammen mehr als 160 cm (bis 250 cm), brauchen Sie einen reservierten Platz mit Stellfläche für Übergepäck.
Die beste Reisezeit für zwei Wochen Japan
Kirschblüte: Ende März bis Anfang April
Für eine erste Japanreise ist das die beliebteste Jahreszeit. Im Durchschnitt beginnt die Blüte am 24. März in Tokio und am 26. März in Kyoto. Die Zeit ist wunderschön, aber voll, und Unterkünfte kosten mehr, besonders in Kyoto. Hotels und reservierte Plätze im Shinkansen sind in diesen Wochen schnell ausgebucht. Fangen Sie also früh mit der Planung an.
Golden Week: Ende April bis Anfang Mai
Die Golden Week ist eine besonders gefragte Reisezeit: 2027 fällt der erste Feiertag auf den 29. April; vom Wochenende am 1. und 2. Mai geht es in die Feiertage vom 3. bis 5. Mai über. Wenn es irgend geht, meiden Sie diese Tage.
Regenzeit und Sommer
Die Regenzeit dauert ungefähr von Anfang Juni bis Mitte Juli. Im Mittel reicht sie in den Regionen Kanto und Kinki von etwa 6. oder 7. Juni bis 19. Juli. Juli und August sind heiß und schwül, und der Fuji liegt oft im Dunst. Dafür gibt es Feste und lange Abende. Die meisten Taifune ziehen im August und September über das Land.
Herbstlaub
Im Durchschnitt färben sich die Ahornbäume in Tokio um den 28. November und in Kyoto um den 5. Dezember. An den berühmten Tempeln leuchten die Farben schon ab Mitte November am stärksten.
Winter: Dezember bis Februar
Im Winter ist der Himmel klar, die Sicht auf den Fuji am besten, und es ist weniger los. Ausnahme ist Neujahr, wenn viele Sehenswürdigkeiten für ein paar Tage schließen. Eine Bewertung Monat für Monat finden Sie in unserem Ratgeber zur besten Reisezeit.
Fällt Ihr Termin in die Kirschblüte oder ins Herbstlaub? Bei unseren Self-Guided-Reisen buchen wir Hotels und Züge für Sie und begleiten Sie während der Reise aus der Ferne. Schreiben Sie uns einfach.
Reisetipps für Ihre Reise nach Japan
Google Maps für Bahn und U-Bahn
Für Zugverbindungen in Japan ist Google Maps sehr zuverlässig. Die App zeigt Gleise, Umstiege und sogar den richtigen Ausgang. In großen Bahnhöfen spart Ihnen das viel Zeit.
IC-Karte: Suica, PASMO oder ICOCA
Mit einer Suica-Karte, PASMO oder ICOCA checken Sie in Nahverkehrszügen, in der U-Bahn und im Bus einfach per Antippen ein. Auch in Convenience Stores können Sie damit bezahlen. Auf dem iPhone legen Sie die Karte direkt in der Wallet an.
Convenience Stores: Frühstück, Geldautomat, Ladekabel
In den Konbini (japanische Läden mit langen Öffnungszeiten) gibt es ein günstiges Frühstück und Ladegeräte fürs Handy. Die Geldautomaten dort akzeptieren meist auch ausländische Karten.
Vor dem Abflug: Visit Japan Web und die SIM-Karte fürs Handy
Füllen Sie Visit Japan Web vor dem Flug aus, dann geht es an der Einreise- und Zollkontrolle schneller. Richten Sie außerdem eine eSIM (digitale SIM-Karte) oder ein Pocket-WLAN (mobilen Router) ein. Ohne mobile Daten funktioniert die Navigation unterwegs nicht.
Zuerst die Flughafenzüge planen
Planen Sie die Fahrten mit dem Narita Express oder den anderen Flughafenzügen ganz am Anfang. Sie entscheiden darüber, wo Sie die erste und die letzte Nacht verbringen.
Kleine Kosten, die sich summieren
Die großen Posten sind in Japan durchaus vernünftig bepreist. Was sich bei zwei Wochen summiert, sind die vielen kleinen Dinge, an die bei der Planung kaum jemand denkt.
Die Übernachtungssteuer in Kyoto
Seit dem 1. März 2026 ist die Steuer gestiegen. Sie richtet sich nach dem Zimmerpreis pro Person und Nacht:
- unter 6.000 ¥: 200 ¥
- bis 19.999 ¥: 400 ¥
- bis 49.999 ¥: 1.000 ¥
- bis 99.999 ¥: 4.000 ¥
- darüber: 10.000 ¥
Dazu kommen die Besuchersteuer von 100 ¥ für Miyajima, die Nozomi-Zuschläge für Inhaber des JR Pass und der Fujikyu-Abschnitt des Fuji Excursion hinter Otsuki.
Eintrittspreise an den Highlights der Route
| Sehenswürdigkeit | Eintritt (Erwachsene) |
|---|---|
| Friedensmuseum Hiroshima | 200 ¥ |
| Kinkaku-ji | 500 ¥ |
| Todai-ji, Halle des Großen Buddha | 800 ¥ |
| Ginkaku-ji | 1.000 ¥ |
| Burg Osaka, Hauptturm | 1.200 ¥ |
| Burg Nijo (mit Ninomaru-Palast) | 1.300 ¥ |
| Tokyo Tower, Main Deck | 1.500 ¥ |
| Burg Himeji | 2.500 ¥ |
Das komplette Budget mit Flug, Hotels, Essen und Transport finden Sie in unserem Ratgeber zu den Reisekosten in Japan. Dort sind auch zwei Wochen für zwei Personen durchgerechnet.
Tipps für die Reiseroute: typische Fehler vermeiden
- Jede oder jede zweite Nacht das Hotel wechseln. Jeder Umzug kostet einen halben Tag. Bleiben Sie mindestens zwei Nächte in jeder Unterkunft.
- Den Mt Fuji auf einen festen Tag legen. Halten Sie sich für diesen Tag eine Alternative offen.
- Sich zu Stoßzeiten auf die Stadtbusse in Kyoto verlassen. Nehmen Sie besser Zug oder U-Bahn, oder gehen Sie zu Fuß.
- Spät losgehen. Die meisten berühmten Orte sind vor 9:00 Uhr ruhig und um 11:00 Uhr überlaufen. Nehmen Sie den frühen Zug.
- In der Hochsaison ohne Reservierung fahren. In den nicht reservierten Wagen stehen Sie unter Umständen zwei Stunden.
- Ruhetage übersehen. Viele Museen haben montags geschlossen.
Die Route an Ihren Reisestil anpassen
Unterkünfte planen: weniger Hotelwechsel
Bleiben Sie fünf Nächte in Tokio und acht in Kyoto. Nara, Osaka und sogar Hiroshima besuchen Sie dann als Tagesausflug. Die Tage werden lang, dafür packen Sie nur zweimal aus.
Heiße Quellen oder Berge
Statt des Tagesausflugs zum Fuji übernachten Sie einmal in Hakone, auf dem Weg nach Kyoto über Odawara. Alles Weitere steht in unserem Hakone-Ratgeber.
Gemeinsame Erlebnisse mit Kindern oder älteren Eltern
Nehmen Sie sich weniger pro Tag vor und bleiben Sie mindestens drei Nächte an jedem Standort. Schicken Sie das Gepäck jedes Mal voraus. Wählen Sie Unterkünfte nah am Bahnhof; schlichte Business-Hotels genügen. In Kyoto nehmen Sie für kurze Strecken ein Taxi. Eine Familienversion der Route finden Sie in unserem Ratgeber für die Japanreise mit Kindern.
Zwei Wochen Japan als Self-Guided-Tour
Ihnen gefällt diese Art zu reisen, aber Sie möchten nicht alles selbst buchen? Unsere Self-Guided-Routen von 12 bis 16 Tagen übernehmen die Hotelbuchungen und die Fernzüge und damit den größten Teil der Planung.
Am Flughafen empfangen Sie unsere Mitarbeiter mit den Reiseunterlagen, den Tickets für die von uns gebuchten Strecken und einer aufgeladenen IC-Karte. Danach gehören die Tage Ihnen. Ein Guide reist nicht mit, ein lokaler Guide lässt sich aber optional dazubuchen.
Die 14-tägige Route „Spirit of Tradition“ (GR009) umfasst zum Beispiel:
- 13 Nächte mit Frühstück
- Shinkansen und Limited Express
- einen Hakone Freepass
- den Gepäcktransport zwischen Tokio und Kyoto
- eine IC-Karte mit 6.000 ¥ Guthaben
- eine Reiseversicherung
- Hilfe rund um die Uhr
Die Preise gelten pro Person und richten sich nach Abreisedatum und Zimmertyp.
| Route (Code) | Dauer | Preis ab (US-Dollar pro Person) | Verlauf |
|---|---|---|---|
| Japan-Highlights und Welterbe (GR002) | 12 Tage | 3.300–4.800 | Tokio, Takayama, Kyoto und Nara, Tokio-Nächte am Anfang und Ende, letzter voller Tag frei |
| Zeitlose Traditionen in Kanazawa und Hida (GR003) | 12 Tage | 3.200–4.700 | Tokio, Kanazawa, Kyoto und Takayama |
| Spirit of Tradition: Shirakawa-go und das kulturelle Japan (GR009) | 14 Tage | 4.100–5.900 | Tokio, eine Nacht in Hakone, Takayama und Shirakawa-go, Kyoto, Nara, Hiroshima mit Miyajima |
| Heiße Quellen und Highlights (HS002) | 14 Tage | 4.300–5.700 | Hakone, Kyoto, Kinosaki, Kanazawa, Shirakawa-go und die heißen Quellen von Gero |
| Burgen und Kulturerbe Westjapans (GR005) | 15 Tage | 3.700–5.400 | Tokio, Okayama, Hiroshima, Himeji, Kyoto und Kanazawa |
| Kultur, Frieden und Besinnung (KM002) | 15 Tage | 4.400–6.300 | Tokio, Hiroshima, Osaka, eine Nacht auf dem Koyasan, Kyoto und Takayama |
| Kulturreise von Tokio nach Fukuoka (GR010) | 16 Tage | 4.500–6.200 | Tokio, Takayama, Kyoto, Okayama, Fukuoka und Hiroshima |
| Familienreise zu Japans Klassikern (FG001) | 13 Tage | 2.700–4.100 | Familienroute mit Tokio, Hiroshima, Kyoto und einer Nacht in Hakone |
Fragen Sie unsere Japan-Spezialisten, welche Route zu Ihrem Reisetermin passt.

Sie planen zwei Wochen in Japan? Nennen Sie uns Ihre Reisedaten, Wunschorte und Ihr bevorzugtes Tempo, damit wir eine passende Route empfehlen können. Kontaktieren Sie uns über Reise planen auf unserer Website für individuelle Japan-Reisen. Wir empfehlen Ihnen die Reisen, die zu Ihren Terminen und Wünschen passen.
Häufige Fragen zur Japan-Rundreise in 2 Wochen
Reichen 2 Wochen für eine Japanreise?
Ja. Die Zeit reicht in entspanntem Tempo für Tokio, den Mt Fuji, Kyoto, Nara, Hiroshima, Miyajima und Osaka. Hokkaido, Okinawa oder Kyushu passen nicht mehr hinein. Heben Sie sich diese Ziele für eine nächste Reise auf.
Lohnt sich der Japan Rail Pass für zwei Wochen?
Für eine Runde über Tokio, Kyoto, Hiroshima und Osaka meist nicht. Die vier langen Shinkansen-Etappen kosten mit regulären Tickets etwas über 50.000 ¥. Der 14-Tage-Pass kostet 80.000 ¥ auf der offiziellen Website und seit dem 1. Oktober 2026 84.000 ¥ bei Verkaufsstellen im Ausland. Rechnen Sie Ihre eigenen Strecken nach, bevor Sie sich entscheiden.
Wie viele Nächte sollte ich in Tokio einplanen?
Vier Nächte zu Beginn und eine am Ende haben sich bewährt. Damit haben Sie zwei volle Tage in der Stadt, einen Tagesausflug zum Fuji und einen letzten Abend vor dem Rückflug.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Rundreise durch Japan?
Für die Kirschblüte kommen Sie Ende März bis Anfang April, für das Herbstlaub in Kyoto Mitte November. Weniger los ist im Oktober und in der zweiten Maihälfte. Im Winter ist die Sicht auf den Mount Fuji am klarsten.
Was kostet eine Japan-Rundreise in 2 Wochen?
Das hängt vor allem von den Hotels und der Saison ab. Die langen Bahnstrecken kosten etwas über 50.000 ¥ pro Person, die wichtigsten Eintritte zusammen etwa 10.000 ¥. Komplette Budgets für eine und für zwei Personen finden Sie in unserem Ratgeber zu den Reisekosten.
Ist ein Tagesausflug zum Mt Fuji ab Tokio machbar?
Ja. Sowohl der Fuji Excursion als auch der Highway-Bus ab Shinjuku erreichen Kawaguchiko in rund zwei Stunden. Fahren Sie früh los und halten Sie sich den Tag flexibel, denn bis Mittag versteckt sich der Gipfel oft hinter Wolken.
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