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Japan im Winter 2026/27: Der Reiseführer für die individuelle Planung
Seasonal Guide

Japan im Winter 2026/27: Der Reiseführer für die individuelle Planung

Japan im Winter ist eine der ehrlichsten Jahreszeiten des Landes: kalte, klare Luft über Kyoto, dampfende Onsen im Schnee, leere Tempelhöfe und Pulverschnee, den Skifahrer aus aller Welt suchen. Wer…

schedule18 Min. Lesezeit

Japan im Winter ist eine der ehrlichsten Jahreszeiten des Landes: kalte, klare Luft über Kyoto, dampfende Onsen im Schnee, leere Tempelhöfe und Pulverschnee, den Skifahrer aus aller Welt suchen. Wer in dieser Zeit reist, bekommt spürbar weniger Touristen als im Frühling und trotzdem einige der stärksten Erlebnisse, die Japan zu bieten hat.

Dieser Artikel richtet sich an Reisende, die ihre Japan-Reise selbst planen — ohne Gruppe, ohne feste Führung. Er ordnet die Wintermonate ein, geht das Wetter Region für Region durch, benennt die großen Termine und liefert Beispiel-Routen, an denen sich eine eigene Planung ausrichten lässt.

Die Kurzantwort: Winter in Japan 2026/27 auf einen Blick

Die Wintersaison 2026/27 zieht sich von Mitte Dezember bis Mitte März, mit der kältesten Phase von Anfang Januar bis Mitte Februar. Wer verschneite Landschaften, laufende Skigebiete und das Sapporo Snow Festival will, plant Ende Januar oder Anfang Februar.

Das 77. Sapporo Snow Festival läuft von Donnerstag, dem 4. Februar, bis Donnerstag, dem 11. Februar 2027, an allen drei Standorten. Für mildere Temperaturen und weniger Trubel in Tokio und Kyoto ist der frühe Dezember die bessere Wahl.

PunktFakt
WintersaisonDezember bis Februar, im Norden bis März
Kältester ZeitraumJanuar bis Mitte Februar
Sapporo Snow Festival4.–11. Februar 2027
Hotels in Sapporo buchen3–6 Monate im Voraus

Wann ist Winter in Japan?

Der Kalender, nüchtern betrachtet

Offiziell dauert der japanische Winter von Dezember bis Februar. Praktisch fühlt es sich anders an: Der Norden hat schon im späten November Schnee, und in den japanischen Alpen liegt der Pulverschnee oft bis in den März hinein. Für die Planung einer Reise nach Japan im Winter arbeitet man am besten mit drei Blöcken:

  • Anfang Dezember: später Herbst, gelegentliche Schneefälle im Norden
  • Mitte Dezember bis Mitte März: echter Winter
  • Ende März: die Kirschblüte beginnt im Süden

Was jeder Monat wirklich bringt

Dezember heißt für weite Teile des Landes: klarer Himmel, kalte Nächte, oft trockenes Wetter. In Tokio und Kyoto bekommt man knackige Sonnentage, in Sapporo hingegen liegt bereits richtig Schnee.

Januar ist der kälteste Monat. Tokyo zeigt sich meist sonnig, mit wenig Regen und trockener Luft; die Luftfeuchtigkeit sinkt regelmäßig um die 30 %. In der Zao-Region in Yamagata werden auf der Höhe brutale Werte erreicht.

Februar bleibt tief winterlich, ist aber der Monat der großen Festivals. In Hokkaido schneit es fast täglich, und die berühmten Eis- und Schneeskulptur-Events fallen in diese Zeit.

Winter in Japan: Wetter nach Region

Japan ist kein einheitliches Klima. Der Unterschied zwischen Sapporo und Okinawa im Januar ist enorm — hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Norden: Hokkaido und Tohoku

Hokkaido ist im Winter extrem kalt, mit ergiebigen Schneefällen. Sapporo gehört zu den schneereichsten Großstädten der Welt und bekommt im Schnitt rund 485 Zentimeter Schnee pro Jahr. Von November bis März verwandelt sich die Stadt in eine Winterlandschaft, die diesen Namen verdient.

Auch Tohoku im Norden von Honshu wird ordentlich zugedeckt. In Yamagata trifft am Berg Zao kalte Luft aus Sibirien auf Feuchtigkeit — daraus entstehen die berühmten Juhyo, die „Schneemonster“.

Mitte: Tokio, Kyoto, Osaka und die japanischen Alpen

Zentraljapan ist im Dezember kalt und trocken, mit Tageswerten um 6 °C. Die Sonne mildert den Kältestress in Tokio, Kyoto und Osaka spürbar. Ein warmer Mantel und Zwiebellook reichen aus — arktische Ausrüstung braucht hier niemand. Dezember und Februar zählen in Tokio zu den trockensten Monaten.

Anders sieht es in den japanischen Alpen aus. Die Küstengebiete haben milde Winter, in den Bergen wird es dagegen richtig winterlich. In der Höhe fallen die Temperaturen im Winter auf rund -10 °C. Wer hier Ski fährt oder in einem Bergdorf übernachtet, braucht andere Kleidung als der Städtereisende in Osaka.

Süden: Kyushu und Okinawa

Am wärmsten ist es im Winter im Süden und Südwesten. Auf Okinawas subtropischen Inseln pendeln die Temperaturen meist zwischen 15 und 20 °C. Kyushu liegt dazwischen: kühl, manchmal etwas nieselig, aber selten unter Null. Die Präfektur Oita mit den Onsen-Städten Beppu und Yufuin ist eine gute Basis, wenn man einen wärmeren Winter-Urlaub sucht.

Warum sich eine Reise nach Japan im Winter lohnt

Weniger Touristen, bessere Preise

Für internationale Ankünfte in Tokio und Kyoto ist der Winter offiziell Nebensaison — und das merkt man. Interkontinentalflüge nach Japan sind zwischen Mitte Januar und Februar oft am günstigsten. Zwei Ausnahmen sollte man auf dem Schirm haben: Hokkaido hat seine eigene Hochsaison, und die Weihnachts- sowie Neujahrswoche treibt die Preise wegen der starken Inlandsnachfrage hoch.

Onsen im Schnee

Das ist eines der stärksten Argumente überhaupt für eine Winterreise. In ein 42 °C heißes Rotenbaden zu steigen, während einem Schneeflocken auf die Schultern fallen, ist ein Erlebnis, das sich in keiner anderen Jahreszeit reproduzieren lässt. Hakone, Kusatsu, Nozawa Onsen, Beppu, Noboribetsu und Kinosaki Onsen im nördlichen Hyogo funktionieren dafür alle. Kinosaki bekommt zwischen Ende Dezember und Februar tatsächlich Schnee auf die weidengesäumten Kanäle.

Wer noch nie in einem Onsen war, dem sei der Winter besonders empfohlen. Etikette und Ablauf erklärt unser Onsen-Guide; die Route Art of Onsen (HS003) verbindet Premium-Ryokan-Aufenthalte inklusive Kinosaki.

Pulverschnee von Weltklasse

Japans Skigebiete bekommen leichten, trockenen Pulverschnee, weil sibirische Luft über das Japanische Meer zieht und Feuchtigkeit aufnimmt. Der ostasiatische Wintermonsun treibt diese kalte Luft an die westlichen Berge Japans und lädt dort seine Ladung ab. Für Wintersportler ist das der Grund, warum Niseko, Hakuba oder Nozawa international einen so guten Ruf haben.

Winter-Illuminationen

Von Mitte November bis Februar laufen in den großen Städten aufwendige Lichtinstallationen. In Tokio sind Marunouchi, Roppongi, Shibuya und Yebisu Garden Place verlässliche Adressen. Kobe Luminarie und Nabana no Sato in Mie spielen in einer noch größeren Liga.

Die Highlights der Wintersaison 2026/27

Die Schneeaffen von Jigokudani

Vermutlich die meistfotografierten Wildtiere Japans. Der Jigokudani Monkey Park ist im Winter (November bis März) täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Von JR Nagano Station erreicht man ihn in rund 1,5 Stunden mit dem Shinkansen ab Tokio. Seit August 2026 verkauft der Park datierte Online-Tickets, und an vollen Wintertagen ist die Zahl der Besucher gedeckelt — unser Guide zum Jigokudani Monkey Park erklärt das neue System im Detail.

Die Affen sind wildlebend, keine Zoo-Tiere. Während der Öffnungszeiten werden sie durch eine geregelte Fütterung angelockt, aber garantiert ist ihr Auftritt nie. Kälte und Neuschnee erhöhen die Wahrscheinlichkeit deutlich — im Winter zeigen sie sich sehr verlässlich in der heißen Quelle.

Wichtig ist der Zugang: Der Park liegt am Ende eines 30-minütigen Weges, der bei Schnee schnell rutschig wird. Winterstiefel sind Pflicht, Steigeisen und Wanderstock kann man am Trailhead leihen. Wer hier hin will, übernachtet in Shibu Onsen oder Yudanaka statt als Tagestrip aus Tokio anzureisen.

Sapporo Snow Festival (4.–11. Februar 2027)

Der Höhepunkt des japanischen Winter-Kalenders.

Das Sapporo Snow Festival 2027 läuft von Donnerstag, dem 4. Februar, bis Donnerstag, dem 11. Februar 2027, verteilt auf drei Standorte in der Hauptstadt Hokkaidos. Es ist die 77. Ausgabe dieses größten Winter-Events Japans und für viele Reisende der Fixpunkt, um den herum die restliche Route gebaut wird.

  • Odori-Standort: monumentale Schneeskulpturen und Illuminationen am Abend
  • Susukino-Standort: filigrane Eisskulpturen, ebenfalls mit nächtlicher Beleuchtung
  • Tsudome-Standort: Schnee-Aktivitäten, vor allem für Familien

Die Schneeskulpturen ziehen sich über die 1,5 Kilometer lange Achse des Odori-Parks und werden abends bis 22:00 Uhr angestrahlt. Hotels im Zentrum sind schnell weg — drei bis sechs Monate Vorlauf sind der Standard, wenn man Preis und Lage nicht dem Zufall überlassen will.

Tsudome öffnet üblicherweise etwas früher und schließt früher — den genauen Zeitrahmen bestätigt die offizielle Seite näher am Termin.

Zao-Schneemonster in Yamagata

Eine der surrealsten Sehenswürdigkeiten Nordjapans. Auf dem Berg Zao werden Aomori-Tannen durch unterkühltes Wasser und sibirischen Wind so lange eingehüllt, bis sie zu turmhohen, eisverkrusteten „Juhyo“ werden — den Schneemonstern.

Die Hochphase reicht von Mitte Januar bis Mitte Februar. In diesem Fenster verwandeln sich die oberen Hänge rund um den Paradise Slope und die Bergstation Jizo Sancho (1.661 m) in einen weißen Wald aus Skulpturen. Bei klarem Wetter durch dieses Feld zu fahren, hat mit normalem Skifahren wenig gemein.

Wer im Dezember anreist, sollte keine ausgewachsenen Monster erwarten — dann sieht man vereiste Sträucher. Ab Tokio geht es mit dem Yamagata Shinkansen nach Yamagata (2,5–3 Stunden), dann rund 40 Minuten mit dem Bus nach Zao Onsen.

Outdoor-Aktivitäten und Skifahren in Japan

Die wichtigsten Skigebiete

Für Wintersportler ist die Auswahl in Japan groß und die Qualität hoch:

  • Niseko (Hokkaido): international bekannt, viel Englisch, der tiefste Pulverschnee
  • Hakuba Valley (Nagano): ehemaliger Olympia-Standort, zehn verbundene Skigebiete
  • Nozawa Onsen (Nagano): klassisches Onsen-Dorf mit ernstzunehmendem Skiterrain
  • Shiga Kogen (Nagano): das größte zusammenhängende Skigebiet Japans
  • Zao (Yamagata): mittelgroßes Skigebiet mit Schneemonstern als Bonus

Wann welche Skigebiete Sinn ergeben

Die Saison läuft von Dezember bis März. Der Dezember bedeutet meist weniger Andrang und günstigere Unterkünfte. Januar und Februar sind Hauptsaison mit vollen Gondeln und höheren Preisen. Die japanische Wetterbehörde JMA veröffentlicht ihre Winter-Prognose erst im September, weshalb wir zur Schneelage 2026/27 aktuell nichts Belastbares sagen können — vor einer festen Buchung lohnt ein Blick auf die Prognose, sofern die genaue Schneetiefe für die Reise entscheidend ist.

Unsere Self-Guided Ski Packages laufen typischerweise über 8 bis 14 Tage und lassen sich mit Onsen-Nächten kombinieren.

Nicht-Skifahrer haben genauso viel zu tun

Ein wichtiger Punkt für alle Nicht-Skifahrer: Eine Winterreise nach Japan funktioniert auch ganz ohne Bretter. Onsen-Hopping, Schneeaffen, Festivals, Winter-Illuminationen und leere Tempel in Kyoto reichen locker für zwei Wochen. Wer den Fuji sehen will, hat im Dezember die klarsten Sichtlinien des Jahres.

Winter versus andere Jahreszeiten: der ehrliche Vergleich

Nicht sicher, welche Jahreszeit besser passt? Ein kurzer Vergleich der wichtigsten Reisezeiten.

Frühling (Ende März bis Ende April)

Die Kirschblüte kommt Ende März bis Mitte April. Nach den Durchschnittswerten 1991–2020 erreicht Tokyo die volle Blüte um den 2. April, Kyoto um den 4. April; 2026 lief beides früher, Tokyo am 26. März und Kyoto am 31. März. Kehrseite: absolute Hochsaison, teure Hotels und Überschneidung mit der Vorbereitung auf die Golden Week. Wer flexibel plant, meidet Golden Week (29. April–6. Mai), Obon (Mitte August) und Neujahr.

Sommer (Juni bis August)

Die Regenzeit trifft Honshu im Juni. Danach kommt die Hitze: Temperaturen weit über 30 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Die Sommerfestivals sind großartig, aber wer bei Schwüle unglücklich wird, sollte diese Jahreszeit meiden.

Herbst (Mitte Oktober bis Anfang Dezember)

Neben dem Frühling die stärkste Jahreszeit für viele Reisende. Angenehmes Klima, Herbstfärbung und deutlich weniger Andrang als zur Kirschblüte. Anfang November zeigt der Norden und die japanischen Alpen ihre stärksten Farben, Mitte November zieht Kyoto nach.

Warum der Winter für manche Reisenden gewinnt

  • Sie wollen verschneite Winterlandschaften, keine Blumen
  • Sie wollen leere Tempel und Schreine
  • Sie sind Skifahrer oder Snowboarder
  • Sie wollen ausgiebige Stunden in heißen Quellen
  • Sie reisen mit knappem Budget außerhalb der Weihnachtswoche

Der Winter fällt raus, wenn Sie Kälte nicht mögen und Ihre einzigen Outdoor-Aktivitäten am Strand stattfinden. Dann sind Ende April oder Oktober die besseren Termine.

Anreise, Einreise und Praktisches für deutschsprachige Reisende

Flüge ab Deutschland, Österreich und der Schweiz

Für die Anreise gibt es aus dem deutschsprachigen Raum ein solides Angebot.

Die Flugverbindungen zwischen Deutschland und Japan sind gut ausgebaut. Direktflüge werden vor allem ab großen deutschen Airports angeboten. Ab Frankfurt starten täglich mehrere Nonstop-Flüge mit Lufthansa, All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines (JAL).

Ab München gibt es in der Regel ebenfalls tägliche Direktflüge, vor allem nach Tokio-Haneda durch Lufthansa und ANA. Am Flughafen Düsseldorf bedient ANA vielfach eine tägliche Nonstop-Verbindung nach Tokio. Ab Wien fliegt ANA nach Haneda; ab Zürich sind Verbindungen von Zurich Airport mit Umstieg oder direkt üblich, vor allem mit den Star-Alliance-Partnern.

Visum und Einreise

Als deutscher, österreichischer oder Schweizer Staatsbürger brauchen Sie für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum für Japan. Sie reisen mit einem gültigen Reisepass visumfrei ein. Der Reisepass muss für die Dauer des Aufenthalts gültig sein. Für Staatsangehörige anderer Länder gilt das nicht automatisch — hier hilft die zuständige japanische Botschaft mit einer verbindlichen Auskunft.

Als offizielle deutschsprachige Informationsquelle für Reisende dient die Japanische Fremdenverkehrszentrale (JNTO).

Geld, Karten, Yen

Preise in diesem Artikel stehen bewusst in Yen. Als grobe Orientierung gilt aktuell etwa 1 € ≈ 160 ¥ — der genaue Kurs schwankt täglich und lässt sich am Reisetag über eine Bank oder einen seriösen Umrechner nachprüfen. Bargeld bleibt in Japan wichtiger als in Europa; Konbini-Geldautomaten funktionieren mit ausländischen Karten meist zuverlässig.

Packliste für Japan im Winter

Damit Sie zuverlässig warm bleiben, gehören eine Daunenjacke, ein Mantel und ein Pullover ins Gepäck. Zwiebeln funktionieren am besten, weil man in Japan ständig zwischen beheizten Innenräumen und kalter Außenluft wechselt. Für Hokkaido kommen wasserfeste Hose und Schuhe dazu, weil es häufig schneit.

Eine praktische Packliste für Zentraljapan im Dezember und Januar:

  • Ein ordentlich warmer Mantel (Daune oder Isoliermaterial)
  • Zwei bis drei Thermo-Basislayer
  • Pullover oder Fleece als Zwischenschicht
  • Wasserfeste Stiefel mit Grip — Bahnsteige werden vereist
  • Handschuhe, Schal, Mütze
  • Regenausrüstung — eine packbare Jacke fängt Regen und Wind ab

Für Hokkaido oder Tohoku im Januar und Februar dreht man alles eine Stufe hoch: dickerer Mantel, lange Thermo-Unterwäsche, dazu Wärmepads (Kairo), die man in jedem Konbini vor Ort günstig bekommt.

Das Problem mit dem Ausrutschen

Die meisten unterschätzen die Rutschgefahr. Auf dem Weg zu den Schneeaffen wird der Pfad durch verdichteten Schnee schnell zur Schlitterbahn. Winterstiefel plus Spikes für den Schuh — an vielen Trailheads gibt es Steigeisen-Adapter zum Leihen für kleines Geld.

Beispiel-Routen für eine Winter-Reise

Die klassische 10-Tage-Route

Eine ausgewogene Route für Erstbesucher:

  • Tag 1–3: Tokio (Winter-Illuminationen, Tagesausflug nach Nikko oder Kamakura)
  • Tag 4: Hakone (Onsen und Fuji-Blick — der Dezember hat die klarsten Sichtlinien)
  • Tag 5–6: Nagano (Schneeaffen plus eine Nacht in Shibu Onsen oder Yudanaka)
  • Tag 7–8: Kyoto (Tempel ohne Sommermenge)
  • Tag 9–10: Osaka, danach Rückflug

Die schnee-fokussierte 10-Tage-Route

  • Tag 1–2: Tokio (ankommen, ggf. Leihausrüstung besorgen)
  • Tag 3–6: Hakuba oder Nozawa Onsen (vier Skitage)
  • Tag 7: Fahrt nach Nagano, Schneeaffen besuchen
  • Tag 8–10: Tokio oder Abstecher nach Kyoto

Die Festival-Route (Anfang Februar)

Rund um das Sapporo Snow Festival gebaut:

  • Tag 1–2: Tokio
  • Tag 3–4: Yamagata für die Zao-Schneemonster
  • Tag 5–7: Sapporo für das Festival
  • Tag 8: Tagesausflug nach Otaru
  • Tag 9–10: Kyoto

Buchungsreihenfolge, die Geld spart

  1. Internationale Flüge, sobald die Reisedaten fix sind
  2. Inlandsflüge oder Shinkansen-Reservierungen (vor allem rund um Neujahr)
  3. Hotels im Festival-Zeitraum — Sapporo im Februar geht als Erstes weg
  4. Ski-Unterkünfte — Niseko und Hakuba sind Monate im Voraus ausgebucht
  5. Tagesausflüge (Transport zu den Schneeaffen, Zao-Ropeway-Nächte)

Für längere Zug-Routen quer durchs Land lohnt ein Blick in unseren JR-Pass-Guide 2026, um zu prüfen, ob sich der Pass für Ihre konkrete Route noch rechnet.

Typische Fehler bei einer Winterreise nach Japan

Neujahr unterschätzen. Viele Geschäfte, Sehenswürdigkeiten und Restaurants haben vom 1. bis 3. Januar geschlossen. Zwischen Weihnachten und Neujahr können sich die Preise verdoppeln.

Hokkaido-Wetter kleinreden. Sapporo im Februar liegt oft bei -11 bis 1 °C mit fast täglichem Schneefall. Stadt-Sneaker reichen dafür nicht.

Schneeaffen als Tagestrip aus Tokio. Nach der langen Anreise bleibt kaum Zeit im Park. Eine Nacht in Shibu Onsen oder Yudanaka rettet den Besuch.

Zao Ende Dezember besuchen wollen. Sie sehen vereiste Büsche, keine Monster. Peilen Sie Mitte Januar bis Mitte Februar an.

Reiseversicherung für Skitage weglassen. Die Rettungskette in den Bergen funktioniert, aber medizinische Bergungen sind nicht billig.

Davon ausgehen, dass Züge bei Schnee immer fahren. Lokale Bergstrecken werden bei schweren Schneefällen eingestellt. Vor jedem Rückflug aus Hokkaido einen Puffertag einplanen.

Route für Ihre eigene Japan-Reise planen

Wir bauen selbst-geführte Japan-Reisen, die Ihre Termine mit den passenden Regionen verbinden, flexible Onsen- und Ski-Tage einplanen und die typischen Buchungsfallen rund um Sapporo und Neujahr umgehen. Wenn Sie eine Winter-Route wollen, die Schnee, Onsen und Festivals sinnvoll kombiniert, sprechen Sie uns an — unsere Experten in Japan helfen bei der Feinplanung.

FAQ

Wann ist Winter in Japan 2026 offiziell? Der Winter läuft von Dezember bis Februar, mit kaltem Wetter und Schnee bis in den März in Nordjapan und den Bergen. Die kälteste Phase liegt zwischen Anfang Januar und Mitte Februar.

Wann ist die beste Reisezeit im japanischen Winter? Anfang Dezember bringt mildes Wetter in Tokio und Kyoto, wenig Trubel und klare Fuji-Blicke. Ende Januar bis Anfang Februar ist Hochsaison für Skigebiete, Schneemonster und das Sapporo Snow Festival. Meiden Sie den 28. Dezember bis 3. Januar, wenn Sie nicht extra die Feiertagsatmosphäre suchen.

Lohnt sich eine Reise nach Japan im Winter? Für die meisten ja. Sie bekommen Onsen im Schnee, Pulverschnee von Weltklasse, Winter-Illuminationen, das Sapporo Snow Festival, die Schneeaffen von Jigokudani und deutlich leerere Tempel in Kyoto. Der Preis dafür: Kälte und kürzere Tage.

Wie kalt wird es in Tokio und Sapporo? Tokyo liegt im Januar tagsüber bei 8–10 °C, nachts nahe dem Gefrierpunkt. Sapporo im Februar oft bei -11 bis 1 °C. In den Bergen fallen die Temperaturen in der Höhe deutlich unter -10 °C.

Brauche ich für eine Winterreise nach Japan Schneeausrüstung? Nicht zwingend. Tokyo hat gelegentlich Schnee, aber meist trockene, sonnige Wintertage. Wasserdichte Stiefel mit Grip reichen, solange die Route nicht Hokkaido, Tohoku oder die japanischen Alpen einschließt.

Wann ist das Sapporo Snow Festival 2027? Das Festival läuft vom 4. bis 11. Februar 2027. Hotels sollten Sie mindestens drei Monate vorher buchen, besser früher.

Kann ich die Schneeaffen selbst besuchen, ohne Tour? Ja. Mit dem Hokuriku-Shinkansen von Tokio nach Nagano, dann Nagaden-Bus oder Regionalzug Richtung Yudanaka, danach der 30-minütige Trail. Spikes für den vereisten Weg nicht vergessen.

Winter oder Kirschblüte — was ist besser? Zwei komplett verschiedene Reisen. Die Kirschblüte bringt milde Temperaturen, rosa Bäume und volle Städte zu Höchstpreisen. Der Winter bringt Schnee, Onsen, Skigebiete und weniger Andrang bei niedrigeren Preisen — außerhalb von Hokkaido und der Feiertagswoche.

Wie viele Touristen sind im Winter unterwegs? Deutlich weniger als zur Kirschblüte oder Herbstfärbung. Die großen Ausnahmen sind die Neujahrswoche, das chinesische Neujahr (Mitte Februar 2026) und Sapporo während des Snow Festivals.

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