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Japan im August 2026: Wetter, Feste und die ehrliche Planungsanleitung für Individualreisende
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Japan im August 2026: Wetter, Feste und die ehrliche Planungsanleitung für Individualreisende

Der August ist Japans lauteste, heißeste und intensivste Reisezeit. Alles passiert gleichzeitig: tropische Nächte in Tokio, Feuerwerke über der Sumida, Bon-Odori-Tänze in engen Gassen, überfüllte…

schedule16 Min. Lesezeit

Der August ist Japans lauteste, heißeste und intensivste Reisezeit. Alles passiert gleichzeitig: tropische Nächte in Tokio, Feuerwerke über der Sumida, Bon-Odori-Tänze in engen Gassen, überfüllte Shinkansen zur Obon-Woche. Wer als deutschsprachige Individualreisende in dieser Jahreszeit nach Japan reist, bekommt ein Land am Höhepunkt seiner Sommerkultur zu sehen – muss dafür aber mit Hitze, Luftfeuchtigkeit und der Hauptreisezeit der Japaner umgehen können.

Dieser Beitrag bündelt die Antworten, die vor der Buchung wichtig sind: wie das Wetter tatsächlich aussieht, wo im Land der Sommer angenehmer wird, welche Feste sich lohnen und wie man das Ganze in eine funktionierende Reiseroute übersetzt.

Deutsche Staatsangehörige dürfen visumfrei bis 90 Tage nach Japan einreisen – für touristische Aufenthalte, Geschäftsreisen oder Besuche bei Freunden und Verwandten ist kein Visum vorab nötig. Ein gültiger Reisepass reicht, und die digitale Voranmeldung über Visit Japan Web spart am Flughafen Zeit.

Kurze Antwort: Wie ist Japan im August wirklich?

Heiß, feucht und voller Feste. Tokyo liegt tagsüber bei rund 31 °C und 75–80 % Luftfeuchtigkeit, Kyoto und Osaka klettern regelmäßig auf 33 °C, während Hokkaido im Norden mit 21–26 °C ein anderes Klima bietet.

Die Obon-Zeit 2026 fällt hauptsächlich auf den 13.–15. August, einige Regionen begehen sie im Juli, und wichtige Ereignisse finden auch um den 16. August herum statt – das ist die Hauptreisezeit der Japaner selbst und der Zeitraum, in dem sich Züge, Hotels und Preise anders verhalten als sonst.

Wer diese Faktoren einplant, bekommt eine unvergessliche Reise. Wer sie ignoriert, ärgert sich. So einfach ist es.

Japan-Wetter August: Was Sie an Temperaturen und Luftfeuchtigkeit erwartet

Das Japan-Wetter August ist die berüchtigtste Seite dieser Jahreszeit. Tagsüber liegen die Temperaturen in Zentraljapan zwischen 24 °C und 32 °C, nachts fallen sie kaum unter 25 °C. Die Japaner haben dafür einen eigenen Begriff: nettaiya, tropische Nacht.

Entscheidend ist aber nicht die reine Zahl. Es ist die Luftfeuchtigkeit. Bei 80 % gefühlter Feuchte fühlen sich 32 °C schnell wie 38 °C an. Die Sonne steht hoch, der UV-Index erreicht regelmäßig Werte um 10, und selbst kurze Wege zwischen zwei Bahnhöfen reichen, um durchzuschwitzen.

Der August ist der Höhepunkt des japanischen Sommers, nicht sein Anfang. Die Regenzeit endet in weiten Teilen des Landes Ende Juli, direkt danach folgen die stabilsten und heißesten Wochen. Wer im August unterwegs ist, sollte die Reiseplanung darauf ausrichten – nicht dagegen.

Klima und Temperaturen: Städte im Vergleich

Japan besteht aus mehreren Klimaregionen, und der Sommer trifft sie sehr unterschiedlich. Ein grober Überblick für die Reiseplanung:

Stadt / RegionTages-ØNacht-ØCharakter
Sapporo (Hokkaido)26 °C19 °Ckühlste Großstadt, trocken
Tokio31 °C24 °Cschwül, 75–80 % Luftfeuchtigkeit
Kyoto33 °C24 °CKessellage, Hitze bleibt stehen
Osaka33 °C26 °Ctropische Nächte
Kamikochi (Japanische Alpen)25 °C14 °CHochland, angenehm
Naha (Okinawa)32 °C26 °Cheiß, aber Meerbrise

Kyoto ist wegen seiner Kessellage im Durchschnitt der heißeste Ort der klassischen Route. Die alten Tempel sind bei praller Sonne kein Vergnügen. Wer sie sehen will, geht früh los oder erst am späten Nachmittag.

Luftfeuchtigkeit, Zikaden und Niederschläge

Was Reisende aus Deutschland am meisten überrascht, ist selten die Hitze allein. Es ist die Feuchtigkeit. Die Luft steht förmlich. Dazu kommt der Ton des japanischen Sommers – der Zikadengesang, semi, der von morgens bis abends präsent ist und tief in der japanischen Kultur verankert ist.

Ganz trocken ist der August trotzdem nicht. Vereinzelte Niederschläge, oft als kurze Gewitter am Nachmittag, kommen vor. Regenfälle sind meist heftig, aber kurz. Ein kleiner Regenschirm oder eine UV-Schirm-Kombination ist praktisch – die verkaufen die Japaner in jedem Convenience-Store.

Sonne, Tageslicht und der Rhythmus der Tage

Die Sonne geht Anfang August in Tokio gegen 5:00 Uhr auf und gegen 18:50 Uhr unter. Bis Ende des Monats verliert Japan rund 50 Minuten Tageslicht.

Dieser Rhythmus prägt das Verhalten vor Ort. Frühe Morgen für Aktivitäten im Freien, lange Pausen in klimatisierten Räumen zwischen 12 und 16 Uhr, dann Wiederauftauchen am Abend, wenn die Luft etwas erträglicher wird. Wer dem folgt, hat mehr von der Reise als jemand, der um 13 Uhr durch die Sonne läuft.

Beste Reisezeit: Ist der August wirklich sinnvoll?

Die ehrliche Antwort auf die Frage nach der besten Reisezeit hängt vollständig davon ab, was man in Japan sucht. Sind es Kirschblüte und Kirschbäume in voller Pracht, führt der Weg an Ende März bis Anfang April; sind es rotes Laub und mildes Klima, an den Herbst zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember. Für den Winter und Schnee auf Hokkaido sprechen Januar und Februar.

Beste Reisezeit Japan: Der ganzjährige Überblick

Japan lässt sich prinzipiell zu jeder Jahreszeit bereisen. Der Frühling bringt Kirschblüte und milde Temperaturen, aber auch die volle Golden Week. Der Herbst gilt vielen als die insgesamt beste Reisezeit Japan: kühles Wetter, klare Sonne, spektakuläres Laub in Kyoto und im Hochland. Der Winter zieht mit Schnee, Onsen im Freien und günstigeren Preisen. Der Sommer punktet mit Festivals und Feuerwerk – zahlt aber mit Hitze.

Wer die klassischen Städte Tokio, Kyoto und Osaka zum ersten Mal sieht, wird sich in Frühling oder Herbst wohler fühlen. Wer die Sommerfeste erleben will oder in den Sommerferien gebunden ist, kann den August aber sehr gut in Form einer klug geplanten Reise nutzen – mit dem richtigen Fokus auf kühlere Regionen und die richtigen Termine.

Beste Reisezeit für Japan im Sommer: Regionale Vorlieben

Für einen Sommerurlaub gilt die klare Regel: nach Norden oder ins Hochland. Hokkaido bleibt im August die angenehmste der Hauptinseln, die Japanische Alpen mit Kamikochi, Karuizawa und Hakuba sind seit über einem Jahrhundert das klassische Sommer-Refugium der Japaner. Auch die Küsten im Norden von Tohoku und die Sanin-Küste am Japanischen Meer bleiben etwas kühler und deutlich leerer.

Wer den Süden ansteuert – Kyushu, Shikoku, Okinawa – bekommt zwar Meerbrisen, muss aber Taifunen und höhere Luftfeuchtigkeit einkalkulieren.

Obon 2026: Die Hauptreisezeit im Land

Obon ist das zweitgrößte Reise-Ereignis Japans nach der Golden Week. Millionen Japaner fahren in ihre Heimatorte, um ihrer Ahnen zu gedenken. Das Fest ist gleichzeitig feierlich und ausgelassen: Gräber werden gereinigt, Laternen entzündet, abends wird zu Bon-Odori getanzt.

Für 2026 fällt der 11. August (Dienstag) auf den nationalen Feiertag „Berg-Tag", und viele Unternehmen und Schulen dürften eine lange Auszeit von Samstag, 8. August bis Sonntag, 16. August nehmen – bis zu neun aufeinanderfolgende Tage. Das ist genau der Zeitraum, den man als Individualreisender in Japan im August im Auge behalten muss.

Tokio und Teile von Nordjapan sind die Ausnahme – viele Stadtteile dort begehen Obon Mitte Juli statt Mitte August. Für die meisten Regionen inklusive Kyoto und Osaka gilt aber die August-Woche.

Was Obon konkret für Ihre Reise bedeutet

Shinkansen-Reservierungen für die Woche vom 8. bis 16. August sollten so früh wie möglich stehen.

Japan schaltet nicht ab: Shinkansen, Flughäfen, U-Bahnen, Convenience-Stores, Kaufhäuser und große Ketten laufen weiter – aber die Züge sind ausgebucht, Hotels teuer, und einige familiengeführte Läden schließen.

Ein pragmatischer Ansatz für viele Individualreisende: Die Hauptreisezeit der Obon-Woche in einer Region verbringen, die man ohnehin länger sehen wollte. Wer diese Tage in Hokkaido, an einem Onsen oder in einer ruhigen Küstenstadt sitzt, spürt die Obon-Welle kaum. Wer sie zwischen Tokio und Kyoto im Zug verbringt, spürt sie sehr.

Die Gozan no Okuribi in Kyoto

2026 findet die Zeremonie am 16. August statt, das erste Feuer wird um 20 Uhr entzündet – während der Veranstaltung werden auf den Bergen rund um Kyoto riesige, in Zeichenform angeordnete Feuer entflammt, die aus weiten Teilen der Stadt sichtbar sind. Das ist der spektakulärste Abschluss der Obon-Zeit und einer der Gründe, warum eine Kyoto-Nacht rund um den 16. August ihr Geld wert ist – wenn man das Hotel früh genug bucht.

Sommerfeste: Japans größte Festivals im August

Der August ist der Höhepunkt der Festival-Saison. Vier Feste stechen für die Reiseplanung besonders heraus:

  • Aomori Nebuta Matsuri (2.–7. August 2026, jährlich fix)
  • Sendai Tanabata Matsuri (6.–8. August)
  • Tokushima Awa Odori (11.–15. August 2026)
  • Kyoto Gozan no Okuribi (16. August 2026)

Aomori Nebuta Matsuri im Norden

Die Termine sind: 2.–7. August 2026, gleiche Termine jedes Jahr. Die Höhepunkt-Nächte sind der 4.–6. August mit Abendparaden ab 18:45 Uhr und der vollen Aufstellung großer Wagen. Der Finale-Tag ist der 7. August – Tagesparade ab 13:00 Uhr, dann eine Seeparade mit rund 11.000 Feuerwerkskörpern über der Bucht von Aomori.

Für Individualreisende ist das Nebuta Matsuri einer der wenigen Anlässe, bei denen man tatsächlich mittanzen darf – wer sich als haneto verkleidet, kann mit den Trupps ziehen. Reservierte Sitze kosten 2026 pauschal 4.000 Yen pro Person für den 2.–7. August, das Kombipaket mit dem Feuerwerk am 7. August liegt bei 9.500 Yen.

Awa Odori in Tokushima

Termine: 11.–15. August 2026 in Tokushima City auf Shikoku. Die Straßentänze finden vom 12.–15. August statt. Aufführungszeit: Straßenauftritte etwa 18:00–22:00 Uhr an jedem Abend. Tickets: kostenlose Straßenansicht oder reservierte Sitzplätze für rund 2.000–15.000 Yen.

Awa Odori ist Japans größtes Tanzfest und überschneidet sich bewusst mit der Obon-Woche. Wer nach Tokushima reist, sollte die Unterkunft mehrere Monate im Voraus buchen; alternativ übernachtet man in Naruto, Takamatsu oder sogar Osaka und pendelt an.

Sendai Tanabata und die Feuerwerke

Sendai Tanabata füllt vom 6.–8. August die überdachten Einkaufsstraßen der Stadt mit tausenden farbigen Papierstreifen. Direkt davor, am 5. August 2026, findet das Sendai-Tanabata-Feuerwerk statt.

Das größte Feuerwerk der Saison ist aber Nagaoka in der Präfektur Niigata.

Termine: 2. August–3. August 2026, 19:20–21:10 Uhr. Zahl der Abschüsse: 20.000, Ort: Shinanogawa-Flussbett, flussabwärts der Chosei-Brücke, Nagaoka City, Präfektur Niigata. Nagaoka gilt als eines der drei großen Feuerwerke Japans und ist per Joetsu-Shinkansen direkt ab Tokyo Station in gut zwei Stunden erreichbar.

Ein Hinweis, der oft missverstanden wird: Das berühmte Sumida-Feuerwerk in Tokio findet 2026 nicht im August, sondern am Samstag, 25. Juli 2026 von 19:00 bis 20:30 Uhr statt. Wer sein Sumida-Feuerwerk erleben will, muss also in der letzten Juliwoche in Tokio sein.

Seto-Inlandsee: Der ruhige Gegenentwurf im Süden

Die Seto-Inlandsee zwischen Honshu, Shikoku und Kyushu ist die vielleicht unterschätzteste Region Japans für einen Sommerurlaub.

Es ist das Binnenmeer, das die japanischen Hauptinseln Honshu, Shikoku und Kyushu voneinander trennt – eine Region voller sanfter grüner Inseln, spiegelglatter Wasserflächen, geschichtsträchtiger Hafenstädte und einer tief verwurzelten Kunst- und Kulinarik-Kultur. Wer hierher reist, erlebt Japan in einem anderen Tempo. Statt der Hektik von Megametropolen dominieren hier entspannte Fahrradtouren entlang der Küste, der Duft von frischen Zitrusfrüchten und Oliven sowie die traditionelle Gastfreundschaft in historischen Gassen.

Warum lohnt sich das gerade im August? Weil die Region klimatisch milder wirkt als Kyoto oder Osaka, weil Meerwinde die Luft bewegen und weil sich das Insel-Hopping über Fähren gut mit heißen Nachmittagen in klimatisierten Museen kombinieren lässt. Naoshima, Teshima und Inujima sind die Kunstinseln der Benesse-Stiftung; Shimanami Kaido ist eine der schönsten Fahrradrouten Asiens.

Wer mehrere Tage in dieser Region einplant, kommt der Frage nach der besten Reisezeit für Japan von einer anderen Seite näher: Nicht jede Reise muss im Herbst stattfinden.

Taifun-Saison im August: Was Sie einplanen sollten

Der August fällt in die Kernphase der japanischen Taifun-Saison. Im Durchschnitt entstehen 5–6 Taifunen im Monat, meist mit Zugbahnen von Süden nach Norden. Betroffen sind vor allem der Süden – Okinawa, Kyushu, das westliche Honshu –, direkte Treffer auf Tokio oder den Norden bleiben selten.

Für die Reiseplanung heißt das: ein oder zwei Puffertage in der Reiseroute lassen. Shinkansen und Flüge können bei starker Winde 12–24 Stunden ausfallen. Die Japan Meteorological Agency (JMA) veröffentlicht Vorhersagen bis zu fünf Tage im Voraus – Live-Zahlen gehören nicht in einen Blogartikel, aber der offizielle Tracker unter jma.go.jp ist zuverlässig.

Eine Auslandsreisekrankenversicherung mit Reiseabbruch- und Verspätungsdeckung ist für einen August-Aufenthalt in Japan eine sinnvolle Absicherung. Deutsche Anbieter wie ADAC, HanseMerkur oder Envivas führen entsprechende Tarife.

Ehrliche Kosten: Flug, Hotels und Alltag

Ab Frankfurt fliegen ANA, Lufthansa und JAL nonstop nach Tokio; die direkte Flugverbindung dauert etwa 11 Stunden und 35 Minuten. Ab München gibt es ebenfalls Direktflüge, ab Wien und Zürich meist mit einem Zwischenstopp in Europa oder Nahost. Ab Berlin sind es rund 12 Stunden 20 Minuten mit Umsteigen.

Ein Flug im August ist Hochsaison. Wer 4–6 Monate im Voraus bucht, findet Hin- und Rückflüge nach Tokio meist ab 900–1.300 Euro Economy; kurzfristige Buchungen können in der Obon-Woche schnell 1.500 Euro und mehr kosten.

Hotelpreise in Tokio und Kyoto

Mittelklasse-Hotels in Tokio kosten Anfang August rund 18.000–25.000 Yen pro Nacht. Zur Obon-Woche zwischen dem 13. und 16. August klettern dieselben Zimmer auf 30.000–45.000 Yen. In Kyoto zahlt man ganzjährig im August etwas mehr, mit Spitzen von 40.000 Yen und mehr während Obon. Traditionelle Ryokan und Machiya-Gästehäuser sind besonders früh ausgebucht.

Beim Umrechnen: Der Yen-Kurs schwankt. Als ganz grobe Orientierung entsprechen 20.000 Yen zu einem Kurs von 170 Yen pro Euro etwa 118 Euro (unverbindliche Schätzung, tagesaktuell prüfen).

Reiserouten für Japan im August 2026

Zwei Grundtypen von Reiserouten funktionieren im August besonders gut.

7-Tage-Route: Kühler Sommerurlaub

Tokio (2 Tage) → Karuizawa (1 Tag) → Matsumoto und Kamikochi (2 Tage) → Hokkaido per Inlandsflug (2 Tage). Diese Route minimiert die Zeit in der urbanen Hitze und setzt auf das Hochland und den Norden. In Kamikochi bleiben Sie tagsüber bei rund 25 °C, in Hokkaido darunter. Onsen im Freien sind hier auch im August ein Genuss statt eine Strafe.

10-Tage-Route: Festivals im Fokus

Tokio (2 Tage) → Niigata für das Nagaoka-Feuerwerk (2.–3. August) → Aomori für das Nebuta Matsuri (4.–7. August) → Sendai für Tanabata (7.–8. August) → Tokushima für Awa Odori (12.–15. August) → Kyoto für Gozan no Okuribi (16. August) → Osaka (1 Tag). Diese Route ist dicht und anstrengend, deckt aber die vier großen Sommerfeste ab. Alle Shinkansen-Sitzplätze müssen dank früher Buchung schon Monate vorher stehen.

12-Tage-Route: Kombination Setouchi und Norden

Wer beides will – Kunst und Klima – kann Tokio (2 Tage) → Kanazawa (1 Tag) → Setouchi mit Naoshima und Hiroshima (4 Tage) → Kyoto (2 Tage) → Hokkaido (3 Tage) verbinden. Die Seto-Inlandsee gibt der Reise Tiefe, Hokkaido am Ende den kühlen Abschluss.

Tipps: So halten Sie die Hitze aus

Ein paar praktische Punkte, die den Unterschied machen:

  • Kleidung: leichte Baumwolle, Leinen oder technisches Funktionsmaterial. Lockere lange Ärmel schützen besser vor Sonne als Trägertops.
  • Sonnenschutz: hoher LSF (50+), Lippenpflege, Hut oder UV-Schirm.
  • Trinken: Getränkeautomaten stehen an jeder Ecke, kalte Getränke kosten 120–160 Yen. Sportgetränke wie Pocari Sweat oder Aquarius helfen gegen Elektrolytverlust.
  • Kühlprodukte: kleine Handventilatoren, Kühltücher und Nackenpacks sind ab Juni überall im Handel.
  • Rhythmus: Morgens früh raus, mittags in klimatisierte Räume, abends wieder los.

Convenience-Stores, Kaufhäuser und Bahnhofsuntergeschosse sind Ihre besten Freunde. Ein Museum oder ein Themen-Café ist im August nicht Notlösung, sondern Kern eines vernünftigen Tagesplans.

Onsen im Sommer: Warum das trotzdem funktioniert

Onsen mitten im Sommer klingt paradox, funktioniert aber besonders im Hochland gut. In Nyuto, Kusatsu, Hakone oder Kamikochi sind die frühen Morgen kühl genug, dass ein Bad im Freien vor dem Frühstück angenehm wird. Danach ein kaltes Ramune-Soda oder ein gekühlter Sake – das ist einer der Reize eines japanischen Sommers.

Wichtig: Tätowierungen sind in vielen öffentlichen Onsen weiterhin nicht gern gesehen. Private Onsen im Ryokan (kashikiri-buro) sind für tätowierte Reisende die einfachste Option.

Häufige Fehler bei der Reiseplanung Japan August

Ein paar Muster tauchen immer wieder auf, wenn Reisende ihr Feedback nach Sommerreisen teilen. Die häufigsten Kommentare handeln von diesen Punkten:

  • Zu viel in Zentraljapan: Wer die zwei heißesten Wochen komplett zwischen Tokio, Kyoto und Osaka verbringt, kommt erschöpft nach Hause.
  • Obon unterschätzt: Shinkansen-Tickets zu spät gebucht, Hotels ausgebucht, alles teurer.
  • Keine Pufferzeit für Taifunen: Wer eng plant und einen Umleitungstag braucht, hat ein Problem.
  • Falsche Schuhe: Für Tempel- und Stadtbesichtigungen bei 33 °C sind schwere Wanderschuhe unnötig; leichte, atmungsaktive Sneaker reichen.

Ein guter Grund, sich vor der Buchung Zeit für die Reiseplanung zu nehmen – und die Kommentare anderer Reisender zu lesen, bevor man den letzten Termin fixiert.

Ihre Japan-Reise selbst zusammenstellen

Selfguidejapan.com ist auf genau diese Form von Reise ausgelegt: individuelle, selbstgeführte Routen mit gebuchten Zügen, Unterkünften und der Flexibilität, die man im Sommer wirklich braucht. Wenn Sie Ihre August-Termine schon kennen und eine Antwort brauchen, wie Sie Norden, Alpen oder Setouchi sinnvoll mit Tokio und Kyoto verbinden, teilen Sie uns die Eckdaten mit. Wir bauen daraus eine Route, die die Obon-Spitze umgeht und die Feste einbindet, die Sie sehen wollen.

Häufige Fragen zu Japan im August

Ist der August wirklich die schlechteste Reisezeit für Japan?

Nein. Er ist die intensivste. Wenn Sie Feste und Feuerwerk suchen und mit Hitze umgehen können, ist der August unschlagbar. Für einen ersten Japan-Aufenthalt mit klassischer Sightseeing-Route sind Frühling und Herbst allerdings entspannter.

Brauche ich als deutscher Staatsbürger ein Visum?

Deutsche Staatsangehörige können für Kurzaufenthalte bis 90 Tage visafrei einreisen. Reisepass für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig, Visit Japan Web-Registrierung empfohlen, sonst nichts weiter.

Wann genau ist Obon 2026?

Die Hauptdaten für Obon 2026 sind 13.–15. August. Einige Regionen feiern zwischen 13.–15. Juli, und einige große Ereignisse finden um den 16. August statt. Die praktische Hauptreisezeit für Züge und Hotels läuft von etwa 8. bis 16. August.

Welches Feuerwerk lohnt sich für Individualreisende am meisten?

Nagaoka am 2.–3. August ist das spektakulärste des Landes und per Shinkansen direkt aus Tokio erreichbar. Das Sumida-Feuerwerk in Tokio fällt 2026 auf den 25. Juli – wer Anfang August anreist, verpasst es. Als Ersatz bietet sich Edogawa in Tokio am 1. August an.

Kann ich Awa Odori spontan besuchen?

Die Straßenteile sind kostenlos. Wer nur den Zug nehmen und in Tokushima übernachten will, sollte aber Monate im Voraus reservieren – die Hotels der Stadt sind früh weg. Reservierte Sitzplätze in den Enbujō kosten zwischen 2.000 und 15.000 Yen.

Wo ist der Sommer am angenehmsten?

Hokkaido ist die klare erste Antwort, mit Sapporo bei rund 26 °C und trockener Luft. Die Japanischen Alpen mit Kamikochi bleiben um 25 °C. Auch die Sanin-Küste am Japanischen Meer und Teile der Setouchi-Region sind erträglich.

Muss ich mit Taifunen rechnen?

Ja, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Direkttreffer auf Tokio sind selten, aber im Süden – Okinawa, Kyushu – kommt es regelmäßig zu Verspätungen und Ausfällen. Ein oder zwei Puffertage in der Reiseroute und eine passende Reiseversicherung sind eine kluge Vorsichtsmaßnahme.

Wie viel Bargeld brauche ich?

Japan wird zwar bargeldloser, ist aber immer noch bargeldaffiner als Deutschland. Für kleine Restaurants, ländliche Bahnhöfe und Tempel-Eintritte sollten Sie Bargeld einplanen. Geld heben klappt zuverlässig an 7-Eleven-Automaten und in Postämtern.

Lohnt sich der Japan Rail Pass im August?

Kommt auf die Route an. Für die 10-Tage-Festival-Route zwischen Aomori, Tokushima und Kyoto ist er meist wirtschaftlich. Für einen fokussierten Aufenthalt auf Hokkaido oder in Setouchi sind regionale Pässe (JR East, JR Setouchi Area Pass) oft die bessere Option.

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